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Reviews

  Review : DJ Michael

Son Boricua's vierte CD - und sie werden immer besser. Erschienen ist die Clasicos 60's schon im Jahr 2002, in dem auch ihre dritte CD 'Mo' erschien ( In der Besprechung zu dieser CD gibt es auch einiges zu Jimmy Sabater zu lesen ). Also ein äusserst produktives Jahr für die Band um die Altmeister Jimmy Sabater und Jose Mangual Jr. .

Wie es der Name schon sagt, handelt es sich um Neuaufnahmen 'altbewährter' Hits. Scheint in Mode zu kommen. Die bekanntesten sind wohl Eddie Palmieri's Muñeca - der Hit dieser CD , Héctor Rivera's At The Party - ein Super Boogaloo - und der Tito Rodriguez' Klassiker 'Mama Guela' - auch schon auf der Spanish Harlem Orchestra gecovert. In Musikerkreisen scheint man diesen Mambo zu lieben - ich habe ebenfalls ausgezeichnete Versionen von Poncho Sanchez und sogar von dem sonst gar nicht so Mambo-lastigen Gilberto Santa Rosa in meiner Sammlung.

Jimmy Sabater singt auch auf dieser CD wieder sehr cool, sehr locker - und zuweilen erheiternd ( Wird da etwa J.Lo in At the Party auf die Schippe genommen?). Wie auch bei der letzten CD 'Mo' covert er auch diesmal einen seiner eigenen Hits aus frühen Jahren - es ist "A Las Seis". Hervorzuheben auch der alte Joe Cuba Hit Cachondeando ( damals gesungen vom grossen Cheo Feliciano )- vielen besser bekannt in der neueren Fruko-Version (alles nur 'geklaut' :-). Sehr schön auch Severa ( Original: Cortijo y su Combo ), Guajira Josefina (Bobby Montez) und der sehr schöne langsame Titel En el Barrio .

Was ich an den Son Boricuas sehr schätze, ist der Charakter dieser Band. Sie haben ihren eigenen Sound entwickelt, der massgeblich von den Vibes ( sp. Marimba - die Deutschen sagen Vibrafon ) , den Percussions ( Jose Mangual Jr.!!) und der nicht mehr wegzudenkenden Stimme Jimmy Sabater's bestimmt wird. Die Vibes sind ja zur Zeit allerorten wieder Mega-In. Damit liegen Son Boricua voll im Trend. Sie kopieren diesen Trend aber nicht - sie machen ihn! Denn schon 1998 erschien ihr - ebenfalls Vibe-basiertes Erstlingswerk - zu einer Zeit, als nur Tito Puente dieses schöne Instrument hin und wieder einsetzte ( .... ja und einige andere Latin Jazz Grössen auch ...). In den Salsatecen waren damals Vibes Klänge eher unterrepräsentiert. Bis ... ja bis Son Boricua kamen und dieses Instrument auch für die Tanz-Salsa wiederentdeckten.

Fazit: Gut gemachtes 60's Revival - schöner Vibe-Sound und alles richtig gut tanzbar!

(Mit freundlicher Genehmigung von Michael Peters; www.salsa.de)


DJ Michael, 20040106

  Review : DJ Michael

2 Jahre gibt es nun schon die CD Besprechungen auf Salsa.DE - immer haben wir die aktuellesten CD's der Salsa-Superstars vorgestellt. Heute nun der erste wirkliche Geheimtip. Diese Gruppe hat (noch) keinen grossen Namen und auch der Herkunftsort der CD ist ungewöhnlich: Hamburg.

Es gibt einige sehr gute Salsa-Bands in Deutschland aber bisher vermisste ich immer das Salsa Feuer der Bühne auf der CD (z.B 'Salsa Picante'). Um so überraschter war ich, als mir 'Cubanísimo' (haben nichts mit dem gleichnamigen Berliner Festival vor 2 Jahren zu tun) der gleichnamigen Salsa-Formation zu Ohren kam. Hier stimmt nicht nur das musikalische Können - auch die Produktion wirkt rund und professionell. Und das, obwohl die CD in einem Heimstudio des Bandleaders Ricardo Alvarez aufgenommen wurde. Heimstudio - da denkt man erst mal an Amateur-Sound - ist es aber nicht. Im Gegenteil! Ein wirklich super- professioneller Sound - frisch, knackig und klar! Vom Rhytmus her sehr eindeutig und gut zu tanzen. Überwiegend kommen akustische Instrumente (ich glaube das Piano ist ein elektronisches - hört man aber nicht) zum Einsatz. Die Endmischung fand dann übrigens doch nicht 'zu Hause' sondern in einem professionellen Studio statt. Klasse!

Nun zu den Titeln: 'Clásicos al estilo de los 50'. Und zwar aus Kuba (6 der 9 Musiker stammen von der Insel). Konzept dieser CD ist die Wiederentdeckung der 'Goldenen Ära' der kubanischen Musik der 40'er und 50'er Jahre. Nanu, hatten wir das nicht erst? Klar die 'Afro Cuban All Stars' - die Originale also - feiern zur Zeit weltweit ihre Wiederauferstehung.

Aber auch Cover-Versionen dieser alten Stücke sind wieder 'in' . Zum Beispiel: Willy Chirino. Der hat auf 'Cuba Libre'- mit grossem Erfolg - ebenfalls eigene Neuinterpretationen alter Kuba-Klassiker abgeliefert. Zur Ehrenrettung sei aber gesagt: Hier hat niemand vom anderen abgeguckt. Beide CD's wurden zeitgleich im Sommer/Herbst 98 aufgenommen. Dieselbe Idee zur selben Zeit also. Und interessanterweise haben sowohl Chirino als auch 'Cubanísimo' drei 'gemeinsame' Titel auf ihren CD's: 'El Manisero', 'Son De La Loma' und das unvermeidliche 'Guajira Guantanamera'. Ich möchte da nicht direkt vergleichen - jede der Interpretationen hat ihren eigenen Stil und das ist gut so. Insgesamt finde ich die Auswahl der Stücke bei 'Cubanísimo' aber gelungener. Vielleicht weil bei Chirino ein richtig guter Mambo fehlt! Hier gibt's gleich 2! Und Beny Moré eine der kubanischen Legenden der 50'er finden wir auch nur auf dieser CD wieder ('Bonito y sabroso').

Neben dem exzellentem Sound sei hier noch die sehr erfrischende Stimme des Sängers Alexis Leyva erwähnt. Sein Anliegen ist es die 'Sonero' - Tradition seiner Geburtsprovinz Holguín im Osten Kubas weiterzuführen. Und das hört man.

Mein Highlight auf dieser CD ist übrigens keins der alten Stücke sondern die einzige Eigenkomposition: Titel Nr. 1 - 'Cubanísimo' . Whow! Nicht ganz im Stil der 50'er aber auch keine 'Timba' und trotzdem durch und durch kubanisch. Cubanísimo haben ihren eigenen Stil entwickelt! Klasse! Beim Berliner Salsa-Publikum kam der Titelsong jedenfalls schon bestens an. Ebenfalls sehr gut für Salsatecas geeignet: 'La yuca de catalina'. Aber was sage ich: Die ganze CD ist hörenswert. Nie langweilig!

Fazit: Cubanísimo, Señores Cubanísimo, con sentimiento !!

(Mit freundlicher Genehmigung von Michael Peters; www.salsa.de)


DJ Michael, 20040106

  Review : (Klaus Reiter)

Klaus Reiter)[T]
Der Titel dieser CD ist Programm: Cubanísimo - im Januar 1998 als Studioprojekt entstanden und schnell zu einer festen Band zusammengewachsen - hat es sich zum Ziel gesetzt, die kubanische Tanzmusik der 40er und 50er Jahre zu pflegen. Der kubanische Gründer, Komponist, Arrangeur und Pianist der Band, Ricardo Alvarez, hat zu diesem Zweck nicht nur eine illustre Schar von Musikern um sich versammelt, sondern auch gleich sein eigenes Label "Alvarez Music" gegründet.

Die Titelliste von "Clásicos al Estilo de los 50s" zeigt bis auf die Eigenkomposition "Cubanísimo" eine schöne Auswahl kubanischer Klassiker, die den meisten Fans kubanischer Musik wohlbekannt sein dürften: Neben den unvermeidbaren Standards "Guajira Guantanamera", "El Manisero" und "Son De La Loma" findet man z.B. klassische Mambos ("Mambo Jambo (Rico Mambo)" und "Mambo No. 5" von Perez Prado), den wunderschönen Cha Cha Cha "El Bodeguero" (Richard Egües, Orq. Aragon) und das Ché Guevara - Lied "Hasta Siempre".

Den Auftakt macht das fetzige "Cubnísimo", ein hervorragend zum Tanzen geeignetes Loblied auf die kubanische Musik. Diese Komposition von Ricardo Alvarez läßt auf mehr eigene Kreationen der Band hoffen. Vom Klangbild her fühlt man sich direkt in einen der alten Tanzsäle mit den elegant gekleideten Bigbands der 50er versetzt - dies gilt ebenso für die elf folgenden Songs. Sie sind größtenteils in den original Arrangements gehalten, klingen aber teilweise etwas spritziger als die weithin bekannten Aufnahmen (z.B. "Son de la Loma"). Eine der wenigen Ausnahmen ist gleichzeitig auch mein Lieblingsstück dieser CD: Compay Segundos "Chan Chan" erhält durch das jazzige Schlagzeugspiel von Heinz Lichius (der u.a. mit Paquito D'Rivera zusammengearbeitet hat) eine ganz eigene Note. Solch ein Schlagzeug habe ich im Umfeld von Salsa bisher noch nie gehört, es paßt sich aber hervorragend in das Stück ein. Einziger Wermutstropfen dieses Stücks: Das elektronisch verfälscht klingende Flötensolo gegen Ende, daß auch noch mit völlig überflüssigen Synthesizer - Klängen untermalt wird. Schade - das stört den ansonsten recht authentischen Eindruck der CD empfindlich.

Der einzige Song dieser CD, dessen Interpretation mich nicht völlig überzeugen kann ist "Hasta Siempre": Nach dem sehr schönen und gefühlvollen Piano - Intro wirkt der Rest vor allem im Vergleich zu den bekannten Versionen relativ hektisch. Die schöne Melodie des Refrains, die meistens sentimental bis weinerlich vorgetragen wird, wirkt hier recht hart. Aber wie gesagt, dies ist definitiv der einzige Schwachpunkt dieser CD.

Wenn es nicht auf der CD stehen würde könnte ich es kaum glauben: Diese schöne Produktion kommt aus Deutschlands hohem Norden. Die Band und das Alvarez Label sind in Hamburg ansässig. Es ist schon eine beachtliche Leistung des Bandleaders, dort neun solch gute Musiker zu finden. Sechs von ihnen stammen übrigens aus Kuba, die anderen drei aus Deutschland, England und Schweden. Fast noch erstaunlicher ist der Umstand, daß die Aufnahmen für die CD im Privatstudio von Ricardo Alvarez gemacht wurden, denn der Klang ist überdurchschnittlich gut. Mich freuen vor allem die klare Wiedergabe der Percussion Instrumente.

(Mit freundlicher Genehmigung von Klaus Reiter;www.salsaholic.de)


(Klaus Reiter), 20040812

  Review : DJ Thomas Heiniger

Das Erstlings-Werk der kolumbianischen Combo «Calambuco» aus Bogota lässt aufhorchen: Eine CD voll frischer Musik, oft sehr Son-lastig, locker und unverkrampft gespielt, verschiedenste Tempi und Stimmungen, schön zum Tanzen.

Nach der Super-CD von Real Charanga eine weitere erwähnenswerte Produktion aus Kolumbien.

Mit freundlicher Genehmigung des Autoren entnommen der Website
www.saltho.ch


DJ Thomas Heiniger, 20070821

  Review : Hans Peter Salzer

Dieser Doppel-CD-Sampler bietet eine größere Zahl unterschiedlicher Interpreten an, so dass sich schwerlich "reinrassige" Tandas bilden lassen. Für den Anfang jedoch bieten gemischte Tandas etwas Abwechslung an.
Auf Disc 1 wären das beispielsweise 19-12-24-1, gespielt von Quinteto Pirincho oder Canro, sehr kräftig überwiegend im Stil des "Tango For Export". Etwas ruhiger geht es bei diesen Tandas zu: 2-3-7-11 oder 10-20-23-25. Und eine schöne Vals-Tanda ergeben die Titel 5-6-21.
Auf Disc 2 geht's dann eher in Richtung Tangoneuzeit, aus der hier mit 7-8-9 drei Tangos von Pugliese und mit 6-14-15 drei schöne Milongas im Candombe-Stil zu hören sind. Dazu kommen so richtig schöne Stücke wie "Uno", "Tanguera" oder "Libertango", die jedoch nicht für alle tanzbar sind. Die weiteren Aufnahmen scheinen mir vorwiegend zum Hören geegnet.
Für den Anfang empfehle ich, sich Zeit dafür zu nehmen, die Musik anzuhören und sich eventuell Notizen zu machen. Meine Hinweise wollen Angebote sein, die der geneigte Leser zu Übungszwecken ausprobieren kann. das Ziel ist, dass jeder seine persönlichen Zusammenstellungen für die Tandas und deren Abfolge herausfindet, denn das macht letztendlich die persönliche Note eines jeden DJs und einer jeden DJane aus.

Tangodanza 04/2006 - Aus "Basisedition für DJs", Folge 1


Hans Peter Salzer, 20070823



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