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Tango: Tango: Tangos Sin Palabras



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Artist: Tango Concertante

2003 | n.n.

Details:

N/A

Duration: 60 min.

 

Tracks

1 sur
Artist: anibal troilo
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2 taquito militar
Artist: mariano mores
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3 homenaje a cordoba
Artist: astor piazzolla
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4 vuelvo al sur
Artist: astor piazzolla
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5 mañana vemos
Artist: coco nelegatti
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6 tangata
Artist: astor piazzolla
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7 el dia que me quieras
Artist: carlos gardel
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8 baires 72
Artist: astor piazzolla
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9 milonga sin palabras
Artist: astor piazzolla
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10 fugata
Artist: astor piazzolla
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11 malena
Artist: lucio demare
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Reviews

Der Name ist Programm: Das Berliner Quintett bietet Tango-Musik, die,
gleichviel ob sie nun die zu Tanzzwecken geschriebenen Tangos der 30er oder
40er Jahre oder Piazzollas für die Konzertbühne konzipierten
Tango-Nuevo-Stücke spielen, für die konzertante Darbietung gedacht ist. Der
Interpretationsgeist des Ensembles setzt generell entschieden auf
Feinheiten, die nur konzertant das verdiente Gehör finden. Was nicht
bedeutet, dass man auf einen Teil des Repertoires, etwa Troilos ?Sur²,
Gardels ?El Dia Que Me Quieras², Demares ?Malena² oder Mores¹ muntere
Milonga ?Taquito Militar², bei denen die Interpretation dicht an der
Notierung bleibt, nicht auch problemlos tanzen kann. Wie immer bei Piazzolla
sind auch dessen Stücke nur (und keineswegs alle) mit tänzerischer
Improvisationslust und der Fähigkeit, zu einem imaginären Puls tanzen zu
können, tanzbar. So etwa bei dem getragenen, jedoch rhythmisch präsentierten
Titel ?Vuelvo al Sur², wohingegen man bei der ?Hommenaje a Cordoba² mit
ihrem zeitlupenhaft-deskriptiven Duktus schon an Grenzen stößt. Hier wie bei
den meisten Titeln zeigt sich das konzertante Konzept der Formation, die aus
dem Saxophonisten Roland Schmitt, der Geigerin Miriam Risch, dem Gitarristen
Oliver Fartach-Naini, dem Pianisten Roman Hengge und dem Kontrabaßisten
Oliver Potratz besteht: Die Stücke werden sehr filigran-kunstvoll mit
kammermusikalischer Attitüde umgesetzt. Jede Nuance, jede dynamische,
wohlkalkulierte Feinheit baut den Spannungsbogen mit auf und möchte deshalb
gehört werden. Auffällig auch der Anspruch der Gruppe an die Arrangements,
die zum Teil von Hengge stammen, durchweg ambitioniert sind und die Stimmen
und Klangfarbenmöglichkeiten des Ensembles abwechslungsreich und
wirkungsvoll in Szene setzen. Einige Stellen lassen die Affinität einzelner
Musiker des Quintetts (Schmitt, Hengge, Potratz) zum Jazzidiom aufleuchten.
Etwa das sanft-gewirkte Baßsolo, mit dem die ?Homenaje² ausklingt; in
?Vuelvo al Sur² erhält der Saxophonist Gelegenheit zu einer jazzmäßigen
Improvisation , die er glanzvoll zu nutzen versteht und dabei sowohl in
Klang wie in Phrasierung an den großen argentinischen Kollegen Gato Barbieri
erinnert. Vielleicht läßt man im Konzert diesbezüglich die Leine noch etwas
mehr los. Überhaupt hat das Ensemble mit dem Saxophonisten eine für das
Genre außergewöhnliche, markante und kraftvolle Stimme. Durchweg
ansprechende Interpretationen eines kompakt wirkenden Ensembles.

Gerhard Litterst

1. Tanzbarkeit: ++
2. Klangqualität: ++++
3. Titelauswahl/Interpretation: ++++
4. Editorischer Wert: +++
5. Vokalanteil: -
6. Spieldauer: 60:01 min.

Gerhard Litterst ist seit 1979 als freier Journalist im kulturellen Bereich
für diverse Fachzeitschriften tätig. Neben seiner journalistischen
Ausbildung hat er eine musikalische Ausbildung in klassischem Gesang und
Musiktheorie.

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Erschienen in Tangodanza (Zeitschrift für Tango Argentino) Nr. 4/2003


Tangodanza, 20031009

 

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