code: dz006001

Tango: Tango: CD-Book: Baladas para el Tango



jmax-dz006001.jpg

go back

Artist: Stöhr, Anja

2001 | DYM

Details:

Baladas para el Tango: Klassiker des Tango neu interpretiert, von der neuen, eigenwilligen Tango-Stimme Anja Stöhr. Liedtexte und Bilder, die von Sehnsucht erzählen. 48 Seiten. Buch mit CD! CD mit Buch! Das Cdbook!

Duration: 47 min.

 

Tracks

1 Que nadie sepa mi sufrir
Artist: Anja Stöhr
Composer: Cabral ;Dizeo
Author: Cabral ;Dizeo
Publisher: n/a
Record year:
Country: DE
ean: 4024236060016
lc: 1628
isrc: DEN720400651

2 Fuimos
Artist: Anja Stöhr
Composer: Manzi ;Damas
Author: Manzi ;Damas
Publisher: n/a
Record year:
Country: DE
ean: 4024236060016
lc: 1628
isrc: DEN720400652

3 Te quiero, che
Artist: Anja Stöhr
Composer: Piazzolla ;Ferrer
Author: Piazzolla ;Ferrer
Publisher: n/a
Record year:
Country: DE
ean: 4024236060016
lc: 1628
isrc: DEN720400653

4 Los paraguas de Buenos Aires
Artist: Anja Stöhr
Composer: Piazzolla ;Ferrer
Author: Piazzolla ;Ferrer
Publisher: n/a
Record year:
Country: DE
ean: 4024236060016
lc: 1628
isrc: DEN720400654

5 Se dice de mi
Artist: Anja Stöhr
Composer: Pelay ;Canaro
Author: Pelay ;Canaro
Publisher: n/a
Record year:
Country: DE
ean: 4024236060016
lc: 1628
isrc: DEN720400655

6 Balada para un loco
Artist: Anja Stöhr
Composer: Piazzolla ;Ferrer
Author: Piazzolla ;Ferrer
Publisher: n/a
Record year:
Country: DE
ean: 4024236060016
lc: 1628
isrc: DEN720400656

7 Malena
Artist: Anja Stöhr
Composer: Manzi ;Demare
Author: Manzi ;Demare
Publisher: n/a
Record year:
Country: DE
ean: 4024236060016
lc: 1628
isrc: DEN720400657

8 Nostalgias
Artist: Anja Stöhr
Composer: Cadicamo ;Cobian
Author: Cadicamo ;Cobian
Publisher: n/a
Record year:
Country: DE
ean: 4024236060016
lc: 1628
isrc: DEN720400658

9 Tango de la muerte
Artist: Anja Stöhr
Composer: Alejandro Dolina
Author: Alejandro Dolina
Publisher: n/a
Record year:
Country: DE
ean: 4024236060016
lc: 1628
isrc: DEN720400659

10 Milonga en ay menor
Artist: Anja Stöhr
Composer: Piazzolla ;Ferrer
Author: Piazzolla ;Ferrer
Publisher: n/a
Record year:
Country: DE
ean: 4024236060016
lc: 1628
isrc: DEN720400660

11 Preludio para el ano 3001
Artist: Anja Stöhr
Composer: Piazzolla ;Ferrer
Author: Piazzolla ;Ferrer
Publisher: n/a
Record year:
Country: DE
ean: 4024236060016
lc: 1628
isrc: DEN720400661

12 Milonga sentimental
Artist: Anja Stöhr
Composer: Piana ;Manzi
Author: Piana ;Manzi
Publisher: n/a
Record year:
Country: DE
ean: 4024236060016
lc: 1628
isrc: DEN720400662

13 Tango notturno
Artist: Anja Stöhr
Composer: Beckmann ;Borgmann
Author: Beckmann ;Borgmann
Publisher: n/a
Record year:
Country: DE
ean: 4024236060016
lc: 1628
isrc: DEN720400663

14 Unter den Pinien
Artist: Anja Stöhr
Composer: Hannes ;Leux
Author: Hannes ;Leux
Publisher: n/a
Record year:
Country: DE
ean: 4024236060016
lc: 1628
isrc: DEN720400664

15 Lejana tierra mia
Artist: Anja Stöhr
Composer: Gardel ;Le Pera
Author: Gardel ;Le Pera
Publisher: n/a
Record year:
Country: DE
ean: 4024236060016
lc: 1628
isrc: DEN720400665

Reviews

Der Name Anja Stöhr lässt vermuten, dass es sich um eine Deutsche handelt. Nun gibt es schon viel zu viele Nicht-Argentinier und Nicht-Uruguayer, die als Trittbrettfahrer auf der Tangowelle mitreiten, so dass ich zunächst einmal sehr skeptisch war. Ich muss jetzt aber sagen, nachdem ich mir eine Reihe dieser Tangos per PC angehört habe, dass diese Interpretationen authentisch sind. Anja Stöhr hat das Gefühl für den Tango. Das ist nicht vorgetäuscht, sondern echt. Ihre nicht alltägliche Stimme und die sehr gute Klavierbegleitung vermitteln eine Stimmung von Tangobar, wie man sie live am Rio de La Plata nur noch sehr selten erleben kann. Die Interpretationen sind zudem (für erfahrene Tänzer) sehr gut tanzbar (jedoch nicht geeignet für Herumtober). Die CD ist sehr empfehlenswert. Das Buch kann ich nicht beurteilen, da ich es noch nicht besitze.


Eckart Haerter, 20020926

 

Tangoballaden aus Hamburg!

Wer auf dieser CD den üblichen argentinischen Tango sucht, wird
nicht fündig. Die mir bisher nicht bekannte Sängerin Anja Stöhr singt
Balladen über den Tango und Argentinien - begleitet nur von einem
sehr guten Pianisten. Die Texte sind teils deutsch und teils
argentinisch, immer sehr poetisch und gefühlvoll aber nie kitischig
sondern eher wehmütig. Die Musik eben nicht das übliche
"Tango-Gedudel", sondern erinnert mich eher an einen
temeramentvollen portugiesichen Fado.

Eine CD zum Hören und Zuhören, auch zu Zweit!

(Kundenrezension bei Amazon.de)


Amazon.de, 20030607

 

Sie bezeichnet ihre Reise nach Buenos Aires als Schlüsselerlebnis ihres
Lebens. Verliebt in die Stadt und ihre Musik, habe sie im argentinischen
Tango ein Ausdrucksmittel für ihre eigenen Gefühle gefunden. Dass sie mit diesem Erlebnis keineswegs allein ist, beweist eine Vielzahl von
Veröffentlichungen in diesem Genre, wobei indessen der überwiegende Teil auf einen seit Jahren erfolgreich rollenden Zug aufspringt und nur ein recht
geringer Teil überzeugende, weil sich innerlich mit dem Sujet
identifizierende, Ergebnisse vorstellt. Die Hamburger Schauspielerin und
Sängerin Anja Stöhr gehört zu denjenigen Interpreten, denen man die
Identifikation mit dem Tango und seiner Ausdruckswelt abnimmt. Sie hat mit
der vorliegenden CD einen herrlichen Wurf gelandet, eine der interpretatorisch überzeugendsten Veröffentlichungen, die es hierzulande in den letzten Jahren gegeben hat! Stöhr interpretiert Kompositionen der alten
wie der neuen Tangogarde, bis hin zu solchen des charismatischen Gespannes Astor Piazzolla/Horacio Ferrer mit sicherer, modulationsreicher Gesangstechnik und emotional engagierter Interpretationslust. Mit Aus-
nahme des etwas manieristisch geratenen Gritado-Epiloges von ?Balada para un loco³ wirkt nichts aufgesetzt, sondern mit empfundener Aussagekraft vorgetragen. Allein ?Preludio para el año 3001³ könnte sich, gemessen an der Original-Version mit Amelita Baltar, streckenweise noch etwas stärker aus dem Parlando heraus in melismatische Sonorität hineinbegeben. Erfreulich, dass Stöhr es vermieden hat, zu viele der häufig dargebotenen ?ganz großen³ Tango-Hits hier aufzubieten, von ihnen sind hier nur ?Malena³ und ?Milonga sentimental³ (vielleicht noch ?Fuimos³) anzutreffen; vom Erfolgsgespann Gardel/Le Pera gibt es hier nur das weniger bekannte ?Lejana tierra mia³.
Durchaus mutig, die ironische, aber entsprechend ihrer textlichen Thematik fürchterlich geschwätzige Komödien-Nummer ?Se Dice de mi³ (eine Milonga von Ivo Pelay/Francisco Canaro, im Original in kokettaufdringlichem
Charlando-Ton, gesungen von Tita Morello) einer ansprechenden Interpretation zuzuführen. Eine glänzende Idee von Stöhr ist es auch, Textpassagen hauptsächlich die Rezitative bei Piazzolla/Ferrer oder eine einzelne Stimmung inszenierende Phrase (?Es regnet in Buenos Aires³ vor ?Los paraguas de Buenos Aires³) in deutscher Sprache darzubieten. Begleitet wird Stöhr sensitiv und pointiert von dem israelischen Pianisten Mickey Landau. Abgerundet wird diese empfehlenswerte Produktion, die ursprünglich nicht mehr als ein Demo-Tape werden sollte, von einem liebe- und stimmungsvoll gestalteten Begleitbüchlein mit Liedtexten und guten, sehnsuchtsteigernden Fotos aus dem Hamburger Hafen, der nicht zuletzt vor einhundert Jahren auch Ausgangsort von so manchem hoffnungsvollen, später in La Boca gestrandeten deutschen Auswanderer gewesen ist.

Gerhard Litterst

Gerhard Litterst ist seit 1979 als freier Journalist im kulturellen Bereich für diverse Fachzeitschriften tätig. Neben seiner journalistischen Ausbildung hat er eine musikalische Ausbildung in klassischem Gesang und Musiktheorie.

(Erschienen in Tangodanza, Zeitschrift für Tango Argentino, Nr. 3/2001)


Tangodanza, 20031009

 

Deutsche Tangosängerinnen sind dünn gesät; gute umso mehr. Im Grunde kenne ich nur eine, die es wert ist, daß man ihre CD neben argentinische Aufnahmen ins Regal stellt: Anja Stöhr. Wo andere kaum einmal Spanisch beherrschen, hat sie sich nach ihrem Spanischstudium auf den Weg nach Buenos Aires gemacht, um sich dort den Akzent anzueignen und zu Füßen eines Tangosängers ihr Handwerk zu erlernen. "Baladas Para El Tango" ist nicht mehr ganz neu. Die CD ist in zwei Versionen, einmal als gewöhnlich formatierte CD, einmal mit einem nicht ganz A5-großen Booklet, bereits 2001 erschienen. Da die Aufnahme eigentlich nur eine Demo sein sollte, geriet niemand in Versuchung, das Album überzuproduzieren. Ein Studio, zwei Mikros, ein Piano und eine Stimme. Herausgekommen ist dabei eine Tango-CD von großer Unmittelbarkeit, ohne stilistische Schnörkel, charakterisiert durch das sichere und bestimmte Spiel des israelischen Pianisten Micky Landau (der zwar kein Tango-Pianist sein mag, aber eben doch ein guter Klavierspieler) und die erfrischend - und fast bestürzend - geringe Distanz Anja Stöhrs zu ihrem Material - etwas, das sie im Gespräch auch bestätigt. Ungewöhnlich sind die eingestreuten deutschen Passagen, Übertragungen der entscheidenden Textstellen. Die Auswahl der Lieder ist durchaus abwechslungsreich: es finden sich Klassiker wie Malena oder Nostalgias neben wenig Bekanntem oder gar Skurrilitäten wie "Unter den Pinien". Zum Tanzen gedacht ist das Ganze natürlich nicht - wenngleich einige Stücke eingeschränkt tanzbar sind. Meine Favoriten (obwohl das immer mal wieder wechselt) sind "Te Quiero, Che", schon wegen des unaufhaltsam-druckvollen Spiels von Landau, aber auch wegen des Lächelns in der Stimme der Sängerin (oder ist das nur meine Einbildung?); das lässig-selbstbewußte "Se Dice De Mi"; schon wegen der umwerfenden Einleitung "Balada Para Un Loco"; und einfach weil«s so schön ist, die schwungvolle "Milonga Sentimental". Aber was rede ich, der Rest ist
auch einfach Klasse!

(Andreas Wichter auf www.tangoroom.de)


www.tangoroom.de, 20040223

 

quot;Tango in seiner ursprünglichen Form" verspricht das CDbook "Baladas para el tango". Im Tango habe sie, so die Schauspielerin und Sängerin Anja Stöhr, "einen Zugang zu meinen eigenen Gefühlen gefunden." Mit ihren Interpretationen von Klassikern wie "Malena" oder "Ballada para un loco" habe sie das zum Ausdruck gebracht, was sie im Innersten bewege. Ursprünglich waren die Aufnahmen von "Baladas para el tango" nicht für eine Veröffentlichung vorgesehen. Als Demos gedacht, entstanden sie in mehrmonatigen Probeaufnahmen mit dem sie begleitenden israelischen Pianisten Micky Landau und Toningenieur Federico Mampaey. Die Frische und Schroffheit dieser Aufnahmen veranlasste das Label Danza Y Movimiento schließlich zu diesem Experiment: Die "Baladas para el tango" wurden für die Veröffentlichung auf CDbook in der Rohfassung übernommen. Das Buch enthält neben den Originaltexten der insgesamt 15 Lieder auch viele Fotos.


Musikmarkt, 20050612

 

Para cantar tango hay que tener sentimiento, además de buena voz.Ambas cualidades posee la actriz y cantante Anja Stöhr, que ha visitado Buenos Aires y luego ha grabado en Hamburgo este buen disco, donde interpreta clásicos del tango como "Fuimos", "Malena" o "Balada para un loco". Acompañada en forma impecable por el pianista Micky Landau, la cantante logra versiones conmovedoras ya en alemán ya en español. Habría que insistir en que no cualquiera se mete con el tango y sale bien parado. Pero esta "mina" echa abajo todas las barreras y sale victoriosa.


ECOS de Espana, 20050612

 

Spröde Leidenschaft

Der Klang widerspricht dem Namen. Anja Stöhr. Störisch. Deutsch. Nicht die Musik. Die ist südamerikanisch. Die Berlinerin hat sich dem Tango verschrieben. Dem echten. Bei einem Besuch in Buenos Aires verfiel Anja Stöhr dem argentinischen Tanz. Der Sehnsucht, der Romantik des Tango. Mit eigenwilliger, spröder Stimme interpretiert Stöhr die Klassiker des Tango. Der Rhythmus für leidenschaftliche Sommer-Nächte.


Berliner Kurier, 20050612

 

Acompañada por el pianista israelí Micky Landau, esta cantante alemana vierte tangos clásicos y modernos con gran soltura. Si bien los canta en español imitando casi a la perfección el acento argentino, llama la atención la introducción que le hace en alemán a algunos tangos. Son de destacar sus versiones de Fuimos, Que nadie sepa mi sufrir, Malena, Nostalgias y Milonga sentimental. El compacto viene insertado en un pequeño libro que contiene las letras en español de los tangos incluidos.


Tango Reporter, 20050612

 

Du bist Essig in meinen Wunden, ich liebe dich.

Die Hamburger Sängerin und Schauspielerin Anja Stöhr ist rettungslos dem Tango verfallen. Die Schrift auf dem Schild ist unscharf, nur mit Mühe lässt sich das Wort "Argentinienbrücke" entziffern. Der Blick einer jungen Frau schweift über diesen Sehnsuchtsort im Hamburger Hafen. Hier starteten vor hundert Jahren Auswanderer zu Tausenden ins Ungewisse. Die Frau auf dem Foto ist die Sängerin und Schauspielerin Anja Stöhr. Das Bild gehört zu den schönsten Fotos ihres großformatigen CD-Buches, das bei der Hamburger Plattenfirma Danza y Movimiento erschienen ist: "Baladas para el Tango".
Die zierliche Frau mit den blauen Augen ist in Ahrensburg groß geworden. Doch bei aller Liebe zu Hamburg und zum Hafen: An der Elbe ist sie zurzeit kaum anzutreffen. In Berlin hat sie bei einer Opernproduktion mitgewirkt, und Dreharbeiten zu der ZDF-Serie "SOKO Kitz" verschlugen Anja Stöhr immer wieder nach Süddeutschland oder Österreich. im kommenden Frühjahr ist sie in der Rolle einer Gerichtsmedizinerin regelmäßig im Fernsehen zu sehen.
So eine wie Anja Stöhr braucht ja vielleicht auch nicht unbedingt einen Ort, an dem sie zuhause ist, denn sie hat ihre Heimat im Tango Argentino gefunden - der Musik der Heimatlosen. "Mich interessiert an den Tangoliedern die Intensität der Gefühle. Was über allem schwebt und was für mich die Musik ausmacht, ist die einzigartige Form von
Energie. Die hat für mich etwas Befreiendes", sagt Anja Stöhr. Das Tangos immer traurig oder melancholisch seien, hält sie für ein "falsches Klischee" - auch wenn es im Tango meistens regnet und die Straßen nicht allein vom Dunkel der Nacht schwarz sind. Selbst hinter den Texten über menschliche Abgründe stecke oft große Kraft.
Als Beispiel für diese spannungsreiche Ambivalenz nennt Anja Stöhr das Lied "Fuimos", in dem es so herrlich traurig heißt: "Ich war wie ein Regen aus Asche und Erschöpfung auf dein Leben. Essig auf deine Wunden. Wir waren die ewig unerfüllte Hoffnung, blasse Schiffbrüchige, geschüttelt von den Wellender Liebe und des Lebens." Selbst dieses vordergründig so dunkle und selbstzerfleischende Lied vermittle eine enorme Kraft der Liebe - auch wenn sie aus der Verzweiflung geboren sei. Denn im Refrain heißt es: "Verstehst du nicht, dass ich dich liebe."
Besonders verbunden fühlt sich Anja Stöhr derzeit dem lebensfrohen "Te quiero, che" von Horacio Ferrer, zu dem Astor Piazzolla die Musik schrieb. Erst nippt sie in ihrer Küche genussvoll am Milchkaffee, dann zitiert sie den Text: "Pass bloß auf! Irgendwann...auf irgendeiner Straße wird dich mein ultimativer Kuss überfallen! Und die Straßenarbeiter der ganzen Stadt werden stadt Zebrastreifen lauter riesige ICH LIEBE DICHS auf die Straße malen."
So unbeschert war die Frau mit den dunklen Haaren und dem indianisch anmutenden Gesicht nicht immer. Sie hat eine schwere Krankheit erfolgreich bekämpft. "In der langen Zeit im AK Altona stellten sich mir Fragen über mein Leben und über meine bis dahin nur zum Teil befriedigende künstlerische Arbeit." Der Wunsch nach einem "persönlicheren künstlerischen Ausdruck" sei in dieser Zeit entstanden. Nach ihrer Genesung reiste sie für mehrere Monate nach Buenos Aires, um sich intensiv mit dem Tango in Gesang und Tanz zu befassen. In dieser Zeit entstand ihr erstes eigenes Programm "Tango Canción" mit dem israelischen Pianisten Micky Landau. "Diese Erfahrung war sehr beglückend", erinnert sich Anja Stöhr. "Die überschwänglichen Publikumsreaktionen gaben mir das Gefühl, zum ersten Mal mein wirkliches künstlerisches Potenzial entdecken und
ausschöpfen zu können, ohne von den Vorgaben eines Stückes, einer Rolle oder eines Regisseurs begrenzt zu werden. Es war nicht so geplant, aber plötzlich wurde der Tango die Hauptsache in meinem Leben." In Bibliotheken in Buenos Aires la sie viel über den Tango, in Gesprächen mit alten Tangueros kam sie seiner Geschichte auf die Spur. Abschied, Liebe, Hingabe, Trauer, Sehnsucht oder das "Unkraut der Vorstädte" - Anja Stöhr liebt die immergleichen Themen des Tangos: "Das ist großartige Poesie, die starke Bilder in mir weckt." Deshalb sei das Wichtigste im Tango für sie auch nicht der schöne, reine Klang, sondern das Vermitteln von Emotionen, von Stimmungen und Atmosphäre.
"Die Schauspielerin Anja Stöhr wurde auf einmal scheinbar von der Tangosängerin Anja Stöhr verdrängt. Ich sage scheinbar, weil es am Ende natürlich keine Verdrängung, sondern eine Bereicherung war - auch wenn ich Tangos singe, ist meine Arbeit am Text ja sehr von der Schauspielerei geprägt."
Dass "irgendwelche Puristen", die europäische Tangosängerinnen grundsätzlich nicht akzeptieren, Anja Stöhrs Daseinsberechtigung als Interpretin dieser Kunst bezweifeln - damit muß sie leben. "Als Künstler ist man immer angreifbar, denn Kunst ist Geschmackssache", findet sie. "Als europäische Tangosängerin begibt man sich natürlich erst recht auf eine Gratwanderung, da die Frage nach Authentizität eine größere Rolle spielt." Dass sie auf dem schmalen Grat sicher zu balancieren vermag, beweisen ihre "Baladas para el tango".


Die Welt, 20050612

 

cd & book - Un semplice viaggio a Buenos Aires è diventato un'esperienza cruciale per la vita della cantante Anja Stöhr, fulminata da una incontenibile passione per il tango: le sue interpretazioni di classici come "Malena" e "Balada para un Loco" ci permettono di capire immediatamente la profondità del coinvolgimento dell'artista. Le registrazioni di quest'album, che si presenta nel nuovo formato libro+CD inaugurato dai cubani Matahambre Son, non erano nate per essere proposte al pubblico ma come semplici pezzi acustici con voce, pianoforte e fisarmonica registrati in diretta senza alcun successivo lavoro di studio. Le appassionate interpretazioni della Stöhr sono però talmente ricche che casa Danza y Movimiento ha deciso di proporle così come stavano per non intaccare la magia dell'affiatata session. Nel libretto sono riportati tutti i testi delle canzoni oltre a numerose foto dell'artista: un album che ci permette di scoprire una nuova voce e che ci fa apprezzare alcuni classici del tango in un arrangiamento che potrebbe essere benissimo quello che si ascoltava nei fumosi caffè del porto di Buenos Aires nella prima metà del XX secolo.


Evolution Music, 20060215

 

New Review


 

 

All samplers gallery A - Z