Tango, Milonga und Vals bilden gemeinsam so etwas wie die Dreifaltigkeit für die Musik von Buenos Aires. Der Tango war das Ergebnis der Verschmelzung von verschiedenen Kulturen, die mit der Einwanderungsbewegung in Argentinien aufeinandertrafen. Die Milonga bildete den einheimischen »ursprünglichen« Bestandteil des Gesamtrepertoires. Der Vals ist durch seine feste Verankerung in der europäischen Volksmusik vielleicht am meisten mit der verlassenen Heimat der Emigranten verbunden.

Kurzgefasst verbinden wir mit Tango, Milonga und Vals das folgende:

Tango: Melancholie, Trauer, Ernst, Stolz, Kampf
Milonga: Freude, Spiel (und damit ein Gegengewicht zum Tango)
Vals: Versöhnung, Heimat, das Vergessen ( ... der Trauer )

Im Laufe der 90er Jahre schwappte eine regelrechte Salsa-Welle von Amerika über Spanien ins restliche Europa – und das schon lange bevor »Buena Vista Social Club« enstand. Doch diese CD und vor allem der später erschienene, gleichnamige Film von Wim Wenders gaben der Lateinamerikanischen Musik in Deutschland einen unglaublichen Schub.
Plötzlich waren kubanische Musiker, die zuvor nie Ihre Insel verlassen hatten, in ganz Europa in den Hitparaden! In ganz Europa wächst die Zahl »Salsa-Aficionados« - oft auch »Salsaholics« genannt - ständig. Ein Ende des Salsa-Fiebers scheint nicht in Sicht.

Brasilien ist ein Land der Musik. Seinen Reichtum an musikalischen Ausdrucksformen verdankt es der Synthese europäischer, afrikanischer und indianischer Traditionen. Aus dem Zusammenspiel indianischer Rohrflöten, afrikanischer Perkussionsinstrumente und portugiesischer Violen (die Viola ist der Gitarre ähnlich und mit 10-12 Saiten bespannt), aus der Verbindung der portugiesischen Liedkultur und der Rhythmik der afrikanischen Sklaven entwickelte sich eine Musik von außerordentlicher Vielfalt und Schönheit, seien es die klassischen Kompositionen eines Villa-Lobos, die weichen Klänge des Bossa Nova oder die temperamentvolle Samba.

 

 

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