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Salsa: United We Swing



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Artist: Spanish Harlem Orchestra

2007 | Six Degree Records

Details:

Lovers of good music will be delighted by this wonderful example of classic Salsa sound from New York City played by a Grammy award winning thirteen-member all-star ensemble.

Duration: 69 min.

 

Tracks

1 SHO intro
Artist: spanish harlem orchestra
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2 llego la orquesta
Artist: spanish harlem orchestra
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3 en el tiempo del palladium
Artist: spanish harlem orchestra
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4 se formo la rumba
Artist: spanish harlem orchestra
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5 sacala bailar
Artist: spanish harlem orchestra
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6 ahora si
Artist: spanish harlem orchestra
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7 que bonito
Artist: spanish harlem orchestra
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8 salsa pa'l baildador
Artist: spanish harlem orchestra
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9 mujer divina
Artist: spanish harlem orchestra
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10 soy candela
Artist: spanish harlem orchestra
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11 plena con sabor
Artist: spanish harlem orchestra
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12 danzon for my father
Artist: spanish harlem orchestra
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13 late in the evening/ tarde en la
Artist: spanish harlem orchestra
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Reviews

Was bisher geschah: Im Jahr 2002 gründete sich in New York ein Orchester. Viele berühmte Musiker taten sich zusammen, um die 'wahre' Salsa wieder hochleben zu lassen. Die modernen 'Fania All Stars' oder auch Orchester Del Barrio (wie sich selber besingen) lösten mit ihrer Erstlings-CD Un Gran Dia En El Barrio einen richtigen Boom aus - es deutete sich schon vorher an, aber nun war es amtlich: Salsa-Dura darf wieder gehört und getanzt werden. Mit dabei im Salsa-Dura-Spanish Harlem Orchestra (kurz SHO): Ray De La Paz - einer der besten Salsa-Sänger unserer Zeit. Zusammen mit Louie Ramirez sorgte er in den 80ern für einen Boom der ... Salsa Romantica ( u.a. Otra noche caliente )... aha! Mit dabei Jimmy Bosch - eine Ikone an der Posaune. War jahrelang musikalischer Direktor des Orchesters von ... Marc Anthony ... aha! Mit dabei George Delgado .. spielte u.a. Conga für Charlie Cruz , Dominic, Frankie Negron, Tito Nieves, Tito Rojas ... die alle was für Musik machen ... Salsa Romantica ... aha! Oder SHO-Timbales-Spieler Pablo "Chino" Nunez ... hatte wesentlichen Anteil an einer der erfolgreichsten Salsa-Romantica-CDs von El Canario: On Time (1995) mit dem Hit Quien Como Tu .. aha!

Wie man sieht nehmen es die Musiker selber nicht so genau mit der strikten Trennung und den 'Richtungskämpfen' innerhalb der Salsa. Nur wichtig für die Musiker: Es muss gut sein. Und das waren alle Produktionen, an denen die genannten Musiker beteiligt waren! Egal was für Stilrichtungen.

Bevor noch der Anschein entsteht, wir hätten es mit einem Haufen von Salsa-Romantica-Musikern zu tun, suchen wir mal nach den wirklichen Wurzeln des Spanish Harlem Orchestra. Und da stösst man unweigerlich auf den Namen Manny Oquendo. In der Band 'Libre' des grossartigen Timbales-Spielers Oquendo waren sie alle Lehrling. Alle haben sich hier getroffen: SHO-Bandleader und Pianist Oscar Hernandez, die oben erwähnten Jimmy Bosch, George Delgado, Chino Nunez. Manny Oquendo selbst zählt in der Welt eigentlich gar nicht zu den ganz grossen berühmten Musikern - er ist eher Eingeweihten bekannt. Seine Bedeutung für die Salsa-Szene New Yorks ist aber unbestritten sehr sehr hoch - wie auch dieses Beispiel wieder zeigt.

Übrigens war dem ersten Mega - Album Un Gran Dia En El Barrio zwar ein Riesen-Erfolg beim Publikum beschieden - bei der Grammy-Verleihung wurden sie aber übergangen. Gewonnen hatte in jenem Jahr Celia Cruz ... mit einer ihrer - man muss es so sagen - schlechteren CDs ... ich erinnere mich heute nicht an ein Lied dieser CD. So was nennt man Konzessionsentscheidung. Damals war nämlich schon absehbar, dass Celia Cruz nicht mehr lange leben würde. Der Grammy wurde dann an das Spanish Harlem Orchester nachgereicht für Ihre 2. CD: Across 110th Street aus dem Jahre 2004, die aber nicht so gut war, wie ihr Erstlingswerk. Vor allem war Across 110th Street schlecht abgemischt. Der Grammy für diese CD war also auch eine Konzessionsentscheidung - das erste Album war das Bessere! Inzwischen ist das Spanish Harlem Orchestra in der Welt getourt - die grossen renomierten Salsa-Festivals haben erkannt, das die Power eines Orchesters durch nichts zu ersetzen ist.

Tja, und nun das dritte Album United We Swing: Grosse Erleichterung - die Abmischung und der Sound stimmen wieder. Richtig fett - boah! Und grosse Überraschung: Es gibt überwiegend keine Neuaufnahmen alter Salsa-Hits ( wie bei den CDs zuvor ) sondern fast nur neu komponiertes Material. Sehr schön. Und das swingt in der Tat so wie es der CD-Titel verspricht.

Gehen wir die Titel mal kurz durch:

Wer bis jetzt nicht wusste, was mit Swing in der Salsa gemeint ist: Der Chorus von Llego La Orquesta ist ein Paradebeispiel dafür. Guter Tanz-Titel, der in der Mitte ein wenig ins jazzige abdriftet, bis Lead-Sänger Ray De La Paz wieder übernimmt. 2 Cha Cha Cha hält die CD bereit. En El Tiempo Del Palladium referenziert auf die alten Zeiten im legendären New Yorker Tanzpalast Palladium. Schöner finde ich die Cha Cha Cha-Versions einer alten Ballade Mujer Divina. Se Formó La Rumba wird tatsächlich zur Rumba. In Begeisterung versetzte mich Sácala Bailar - eine eher langsame Tanz-Nummer, die ihre Langsamkeit aber durch den Swing, den sie besitzt, mehr als wettmacht. Tolles Piano - Solo von Bandleader Oscar Hernandez. Und wie bekommt man den richtigen Swing in die Salsa? Mit der Clave! Die ist in allen Salsa-Stücken zwar nicht vordergründig präsent - aber sie ist da. Alles hat Clave. In Sacala Bailar wird sie auch mal in den Vordergrund geholt: Mit Händeklatschen. Das finde ich gut ...

Para ti rumbero! .. das kennen wir doch? Richtig, Leadsänger Ray De La Paz leitete so den Hit 'Guaguanco Con Rumba' von Johnny Polanco ein. In Ahora Si wird Ray De La Paz zum Wiederholungstäter - auch diesen Titel leitet er so ein und in der Tat es geht ab! Auch vom Tempo her. Gute Clave! Und schöne Posaunen-Einwürfe von Jimmy Bosch.

So und nun kommen wir nochmal zum Thema Salsa-Romantica! Auch sowas gibt es auf der neuen SHO-CD. Warum nicht - Lieber eine gute Romatica als eine schlecht gemachte stumpfe Salsa-Dura! Und gut ist Que Bonito ... tu Cuerposito :-))) allemal. Sehr gut gefällt mir hier der 2. Lead Sänger des SHO: Marco Bermudéz. Richtig witzig ist die Cumbia Einlage am Ende ... Baila Columbia!

Etwas zu schnell geraten für mich alten Mann :-) ist Salsa Pa'l Bailador von Ray De La Paz - aber seine Stimme ist einfach göttlich. Ebenfalls schnell: Soy Candela ... heiss , heiss!

Für Abwechslung im Rhythmus sorgen neben Cha Cha Chas auch eine Plena, die ordentlich swingt: Plena Con Sabor. Auch ein anderer Rhythmus und etwas für Latin-Jazz-Liebhaber: Danzon For My Father.

Wieviel Standing und Können man als Sonero bei einem solchen Orchester besitzen muss, beweist der letzte Titel. Gaststar Paul Simon lässt nämlich jegliche Qualitäten vermissen, die notwendig sind, um mit einem Salsa-Orchester - und zumal diesem - zu harmonieren. Die Band swingt und groovet - die Clave ist da ... und der Leadsänger liegt irgendwie völlig daneben mit seiner Darbietung. Hallo? Das hier ist Salsa, Mr. Simon! Brigde Over Troubled Water ist ein anderes Konzept... Der Song ist immer dann gut, wenn nicht gesungen wird oder nur der Chorus zu hören ist. Hätte 'ne gute Coverversion werden können. Aber bei üppigen 13 Titeln kann die CD einen Totalausfall locker wegstecken.

Es bleibt für mich bei meinem Fazit: United We Swing ist ein Highlight des Jahres 2007

DJ Michael Peters; www.el-rumbero.de


DJ Michael, 20070703

 

Gleich vorneweg: Auch die dritte Produktion vom Spanish Harlem Orchestra wird am Ende des Jahres zu den besten Salsa Dura CDs gehören, die im 2007 erschienen sind.
Das muss man zuerst einmal hinkriegen, drei Top-CDs nacheinander einzuspielen und zudem über Jahre hinweg eines der besten Salsaorchester abzugeben, das auch live restlos überzeugt.
Wieso also noch lange Worte verlieren?
Vielleicht ist der Titel «United We Swing» ein kleiner Hinweis, in welche Richtung die leise Kritik gehen könnte.
«Unidos Con Swing» auf der CD-Rückseite gefällt mir schon viel besser und auch die Vorstellung der Band im Intro hätte von mir aus auf Spanisch geschehen können.
Die unbestritten tolle Musik vom SHO ist auf der neusten CD manchmal gefährlich nahe an den Rand eines allzu geschliffenen, voraussehbaren und auch kommerziellen Soundes gedriftet.
Das Piano von Oscar Hernandez ist zwar nach wie vor sehr virtuos, Ray de la Paz immer noch eine Klasse für sich und auch Mitch Frohmann prägt mit seinem voluminösen Baritonsax den typischen SHO-Groove.
Schmerzlichste Absenz in der leicht modifizierten Besetzung ist für mich eindeutig Ruben Rodriguez, der Bassist der beiden ersten CDs (der findet sich aktuell auf der neuen CD von Grupo Caribe...).
Ein weiterer kleiner Minuspunkt: Obwohl die CD grundsätzlich gut abgemischt ist, hat das Conga leider einen etwas schweren Stand und ist oft zu stark im Hintergrund.
Aber wie gesagt, das ist Nörgeln auf hohem Niveau.
Spätestens beim Track Nr. 8 «Salsa Pa'l Bailador» vergisst man all diese Punkte, der Song schiebt einen viereinhalb Minuten so unwiderstehlich übers Parkett, dass SHO nach wie vor in den vordersten Rängen der besten Salsa-Orchester rangiert bleibt.

Eine CD, die sicher in die Salsa-Dura Sammlung gehört.

Mit freundlicher Genehmigung des Autoren entnommen der Website
www.saltho.ch


DJ Thomas Heiniger, 20070821

 

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