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Tango: Neotango: Cafe Banlieu



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Artist: Tango A Trois

2006 | Farao

Details:

This CD is a mix of the melancholic Tango Argentino and the swinging European Tango, of Bossa Nova, Cooljazz and classical chamber music.

Duration: 52 min.

 

Tracks

1 e
Artist: tango a trois
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2 hawai
Artist: tango a trois
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3 cafe banlieu
Artist: tango a trois
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4 dezember tango
Artist: tango a trois
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5 la'apres-midi
Artist: tango a trois
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6 smalls
Artist: tango a trois
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7 just a dream
Artist: tango a trois
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8 a.g.mius
Artist: tango a trois
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9 reims rouge
Artist: tango a trois
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10 milonga
Artist: tango a trois
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11 barbara bossa
Artist: tango a trois
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12 la petit
Artist: tango a trois
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13 la belge
Artist: tango a trois
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14 lisboa
Artist: tango a trois
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Reviews

Peter Ludwig ist ein vielseitiger Musiker. Er schreibt Chansons, Melodramen, Kammermusik... und Tangos. Er arbeitete mit Anja Lechner zusammen und nahm mit ihr die CDs "Tango Gift", "Magnetique Tango" und "Tango Mortale - Blue" auf. Und auch bei dem vorletzten Album "Tango à Trois" (Rezension in unserer Oktober-Ausgabe 2006) wirkte sie mit ihrem Violoncello mit.

Tango à Trois heißt nun die neue Formation vom Pianisten Peter Ludwig. Und das neue Album "Café Banlieue". Musikalisch gesehen tragen die Aufnahmen eindeutig die Handschrift Ludwigs. Alle 14 Titel hat er komponiert. Und wer seine Musik kennt, der hat von vornherein eine gewisse Erwartungshaltung.

Mit dem Stück "E" beginnt die CD. Eine Mischung aus Ausgelassenheit und abwartender Neugier im Stile ungarischer Zigeunermusik. Souverän aber nicht zu abgeklärt gespielt, sondern bei aller technischen Brillanz mit wohltuender Leichtigkeit präsentiert. Und gleich bei diesem Einstieg weiß man, dass die beiden anderen Musiker eine harmonische Ergänzung zu Peter Ludwig darstellen. Es sind Peter Wöbke am Cello und Arben Spahiu an der Violine.

Der Titel "Hawai" spielt mit den musikalischen Elementen der Südsee eingebettet in europäischer, kammermusikalischer Seele mit einem Schuss lebensbejahender Melancholie. Die Geige Arben Spahiu's lässt den Hörer dahinschmelzen, ohne pathetisch zu sein.

Dann folgt das Titellied "Café Banlieue". Es wirkt wie eine Hommage an alte Stummfilme: akzentuiert, kraftvoll, um sich an passender Stelle doch etwas zurück zu nehmen. Es macht ganz einfach Spaß zuzuhören.

Und auch, wenn sich der musikalische Stil dieser CD manchmal zu wiederholen scheint und hier und da durch überhöhte Phrasierungen etwas anstrengend wirken mag, so ist sie doch ein Genuss. Zum `Nebenbeihören´ ist dieses Album jedoch nicht geeignet. Man muss hinhören! Im Booklet heißt es »Peter Ludwigs Kompositionen lassen den Tango in allen Sprachen und Spielarten leuchten: wienerisch und ungarisch, chinesisch und circensisch, jazzig und bluesig, tragisch und melancholisch, frech und ironisch...« Und genau das trifft es.

Diese CD ist Kunst, ohne überdimensionierte Intellektualität. Sicher keine CD für den gemeinen Tango Argentino-Hörer, der etwas zum Tanzen für die Milonga* erwartet. "Café Banlieue" wäre bei `file under tango´ nicht unbedingt richtig eingeordnet. Eher sollte man sie bei Weltmusik im allgemeinen vermuten, oder bei Klassik - oder man müsste eine eigene Kategorie erfinden, denn dieses Album hat etwas ganz eigenständiges und unverwechselbares.

www.tangokultur.info


Jörg Buntenbach, 20080213

 

Café Banlieue - eine CD, die so ganz und gar nicht mainstream-Tango erwarten lässt, enthält sie doch ausschließlich Eigenkompositionen von Peter Ludwig (Piano), der zusammen mit Arben Spahiu (Violine) und Peter Wöpke (Violoncello) als Tango à trois auftritt.

Schwungvoll gypsy-artig startet "E" die CD, bevor "Hawai" für einen entspannenden Südseetraum sorgt. Das Titelstück ist dann dramatisch-kraftvoll, fast ein bisschen aufdringlich, wie später Pugliese am Anfang der Nacht. Erst "Just a dream"; bringt wieder Leichtigkeit, ein verträumtes Hinspüren, in die Musik, bevor "Barbara Bossa" - in derselben intuitiv-lässig-jazzig-Manier - den Hörer so richtig zum Musik-Schwelgen bringt.

Sich bei Profi-Musikern über Technik, Instrumentbeherrschung oder Zusammenspiel zu äußern, ist obsolet - man hört die Perfektion aus jeder Note, was bei der kompositorischen Abwechslung und den durchaus (hör)anstrengenden Themen für wohltuende Konstanz sorgt. Wer aber modern arrangierten, dennoch tanzbaren Tango erwartet, ist bei der CD fehl am Platz: Klassik-Jazz-Fusion mit World-Elementen wäre wohl eine treffendere Beschreibung, verbunden mit der Warnung, dass die Scheibe nach voller Aufmerksamkeit verlangt: easy listening, oder auch improvisiertes Tanzen, sind nur zu einigen wenigen Titel in neuer Zusammenstellung angenehm.

Sparsam sind allerdings - nicht nur in musikalischer Hinsicht - die Anknüpfungspunkt zum Tango: Eher, so scheint es mir, kommt es dem Trio auf eine eklektische Mischung an. So ist auch das Cover ist ein nettes Foto - aber ist jede Rostlaube ein Tango-Vehikel, und jede leere Straße ein Symbol für soledad? Und was macht der Strand auf der Rückseite?

Die Kompositionen, so das Booklet, folgten einer verträumten Logik folgten, die man im Wachzustand kaum nachvollziehen könne, "akribische Aufzeichnungen ungetrübter Erinnerungen an Zustände des Vergessens". Besser hätte man meinen Gesamteindruck nicht in Worte fassen können. Schön, irgendwie, aber auch intellektuell anstrengend. Intensiv, doch zugleich in dieser Übersteigerung unglaubwürdig. Himmelhochjauchzend unter Verlust der Bodenhaftung.

Und dennoch fasziniert mich die CD, so dass ich sie dem DJ-Praxistest unterziehe. Der verläuft überraschend positiv - allerdings hatte ich auch eine crossover-Milonga gewählt. "Hawaii" oder "Lisboa" wurden gerne als Calm-down-Stück nach der Vals-Tanda angenommen, "Barbara Bossa" und dann "Café Banlieue" bieten eine hübsches lebhaftes Zwischenspiel.

Tango à trois hat einen eigenen und eigenwilligen Stil - den kann man mögen, oder auch nicht. Vor Bestellung ist daher eine Hörprobe angeraten.


1. Tanzbarkeit: *
2. Klangqualität * * * * *
3. Titelauswahl/Interpretation: * * *
4. Editorischer Wert: * * * *
5. Vokalanteil: 0%
6. Spieldauer: 51:46 Minuten

www.la-potranca.com


Veronika Fischer, 20080701

 

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